Krise auf Krise, und montags wartet trotzdem der Schreibtisch. Sara Weber hat 2023 ein Buch mit genau diesem Titel geschrieben und sagt: Das Gefühl ist heute aktueller denn je. In ihrer Eröffnungskeynote geht sie der Frage nach, wie man als Freelancer in dieser Lage mehr tut als durchhalten: die eigene Arbeit bewusst gestalten.
Worum es geht
- Was die Dauerkrise mit uns macht: Zwei Drittel der Menschen in Deutschland fühlen sich gestresst, vier von zehn Freelancern bewerten ihr Stresslevel als hoch. Selbstständige spüren jede Konjunkturdelle zuerst.
- Warum 90 Prozent der Selbstständigen sich von der Politik nicht respektiert fühlen, und was Mutterschutz, KSK und Elterngeld damit zu tun haben.
- KI zwischen Angst und Chance: Welche Risiken real sind (Preisdruck, wegfallende Einstiegsjobs) und warum Freelancer beim Einsatz von KI einen Vorteil haben, den Angestellte nicht haben: Sie entscheiden selbst, was sie nutzen.
Acht Ideen für die nächsten Monate
- Offen bleiben, für Technologien, Ideen und Menschen.
- Ehrlich reden, auch wenn es gerade nicht läuft.
- Banden bilden: ein kleines Berufspanel, das sich einmal im Jahr zusammensetzt und die Ziele gegencheckt.
- Nicht „selbst und ständig“: Pausen einplanen, Vertretung organisieren, Urlaub wirklich nehmen.
- Wirksamkeit auch außerhalb des Jobs finden. Ein Hobby darf schlecht und unproduktiv sein.
- Die eigenen Arbeitsbedingungen gestalten, statt sie zu übernehmen.
- KI gezielt als Werkzeugkasten nutzen: kleine Tools für die eigenen Probleme, nicht das größte Modell.
- Das Menschliche in den Mittelpunkt stellen. Am Ende bleibt nicht das Tool, sondern die Zusammenarbeit.
Für wen
Für alle, die morgens die Nachrichten lesen und sich fragen, wie sie danach wieder an den Schreibtisch gehen sollen. Mit Fragerunde: Wo findet man seine Bande, wie geht man mit KI um, wenn sie Berufsgruppen verdrängt, und warum Ehrlichkeit mehr braucht als Fuckup Nights.