Marc Biadacz, geboren am 3. September 1979 in Böblingen, ist römisch-katholischen Glaubens. Er studierte Sozial- und Politikwissenschaften an der Universität Stuttgart und schloss sein Studium mit dem Magister Artium ab. Biadacz blickt auf eine vielseitige Karriere zurück: Er war Projektleiter bei der Mercedes-Benz Technik GmbH & Co. KGaA und Stabschef des Oberbürgermeisters von Sindelfingen. Darüber hinaus war er Head of PR bei der Straub & Linardatos GmbH in Stuttgart und Executive Vice President bei der Bonial International GmbH (Axel Springer SE), wo er bis 2017 tätig war. Während seiner gesamten Karriere hat er sich aktiv in der CDU engagiert, unter anderem als Vorsitzender des CDU-Stadtverbands Böblingen und als Mitglied des Böblinger Stadtrats.
Seit Oktober 2017 ist Biadacz Mitglied des Deutschen Bundestages. Neben seiner politischen Laufbahn hat er sich als Vorstandsmitglied des Vereins für Jugendhilfe des Landkreises Böblingen e. V. und als Lehrbeauftragter an der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Stuttgart für die Förderung der Jugend eingesetzt. Seit 2018 ist Biadacz Beisitzer im Bezirksverband Nordwürttemberg des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge. Sein Engagement im öffentlichen Dienst und seine umfangreiche Erfahrung in Politik und Wissenschaft machen ihn zu einer angesehenen Persönlichkeit in der deutschen Politik.
Vergangene Vorträge
Politisches Panel zu Scheinselbstständigkeit und der Zukunft von Freelancing in Deutschland
Mittwoch, 15. Mai 2024, 10:00 Uhr
Wie viel Rechtssicherheit braucht es für Freelancer, und wie lässt sie sich schaffen? Darüber diskutieren im Mai 2024 auf der Freelance Unlocked 2024 Jens Teutrine (FDP, Mitglied des Bundestags), Marc Biadacz (CDU, Mitglied des Bundestags) und Andreas Lutz, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Gründer und Selbstständigen Deutschland. Im Mittelpunkt stehen Positivkriterien für Selbstständigkeit. Alle Aussagen geben den Stand von Mai 2024 unter der damaligen Regierung aus SPD, Grünen und FDP wieder, die politische Lage kann sich seitdem geändert haben.
**Worum es geht**
- Positivkriterien: Wer sie erfüllt, etwa durch ein Mindesthonorar oder private Altersvorsorge, gilt als selbstständig. Lutz und Teutrine unterstützen das, Teutrine verweist auf einen FDP-Antrag aus der vorigen Wahlperiode und sagt, im Bundestag fehle die Mehrheit.
- Sanktionen: Lutz sieht die Unsicherheit der Auftraggeber vor allem in rückwirkenden Nachzahlungen. Bis 2007 hätten Betriebsprüfungen nur für die Zukunft gewirkt. Die Reform der Statusfeststellung von April 2022 habe nach seiner Einschätzung nichts gebracht, die Evaluation durch die Rentenversicherung sei erst für Ende 2025 vorgesehen.
- Altersvorsorge: Biadacz sagt, die Union habe sich für Wahlfreiheit entschieden. Teutrine will, dass die Pflicht private Anlagen zulässt. Lutz zeigt sich kompromissbereit, die gesetzliche Rente dürfe aber nicht der einzige Weg aus der Scheinselbstständigkeit sein.
- EU-Plattformrichtlinie: Sie nennt Teutrine ein zweites Risiko für Freelancer. Er sei dagegen gewesen, Deutschland habe sich enthalten. Bei der nationalen Umsetzung sieht er die Chance, über Kriterien zu sprechen.
- Kultur: Teutrine meint, Politik denke vom Angestelltenverhältnis aus. Biadacz will Freelancer in die Arbeitsgruppe seiner Fraktion einladen.
**Aus dem Publikum**
Eine Abfrage im Saal ergab nach Schätzung der Moderation etwa 60 Prozent für Wahlfreiheit bei der Rentenversicherung.
**Für wen**
Für Freelancer, die die politische Debatte um Statusfeststellung und Altersvorsorge nachvollziehen wollen. Das ist keine Rechtsberatung.