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Workshop

Barrierefreie Websites: Die wichtigsten Faktoren

  • Recorded at FUN25
  • 30:31
  • German
FUN / Workshop
FUN25 Alexandra Frey

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Bei einem Barrierefreiheitstest reicht ein nicht bestandener Prüfschritt, und die ganze Website fällt im Prüfbericht durch. Alexandra Frey, Testerin und Beraterin für digitale Barrierefreiheit, ging in ihrem Workshop am 14. Mai 2025 die sechs Fehler durch, die ihr beim Testen am häufigsten begegnen. Nach ihren Angaben sollte das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz ab dem 28. Juni 2025 auch für viele private Unternehmen gelten. Es betrifft Websites, Apps und Dokumente, aber kaum Social Media.

Die sechs häufigsten Fehler

  • Farbkontrast: Normaler Text braucht mindestens 4,5 zu 1, große und fette Schrift 3 zu 1. Bei zwei hellen oder zwei dunklen Farben hilft ein Rand in Schwarz oder Weiß.
  • Alternativtext: Bilder mit Aussage brauchen einen Text, rein dekorative bekommen einen leeren Alt-Text. Texte in Bildern vermeidet man.
  • Formulare: Jedes Feld braucht eine Beschriftung, die programmatisch mit dem Feld verknüpft ist, und Fehlermeldungen, die sagen, was falsch ist und wie es richtig geht.
  • Überschriften: Die Hierarchie muss stimmen, auch wenn Schriftgrößen im CSS anders aussehen sollen. Wer das HTML-Grundgerüst sauber setzt, hat laut ihrer Schätzung etwa 70 Prozent der Websites schon weitgehend barrierefrei.
  • Linktexte: „Hier klicken“ und „mehr“ sagen nichts. Besser sind Texte wie „Blogbeitrag weiterlesen“, mit Hinweis, wenn sich ein neues Fenster öffnet.
  • Dokumentsprache: Steht sie falsch oder fehlt sie, liest der Screenreader etwa deutsche Texte mit englischer Aussprache vor. Zitate in anderer Sprache werden extra ausgezeichnet.

Dazu aus der Diskussion

Navigation per Tastatur, pausierbare Animationen, Blinken höchstens dreimal pro Sekunde und skalierbare Schrift. Vor Accessibility-Plugins und Overlays warnt sie: Meist verbessern sie wenig, sauberer Code hilft mehr.

Für wen

Für alle, die Websites bauen oder betreuen, und für Freelancer, deren Kunden unter das Gesetz fallen. Regeln und Fristen können sich seit 2025 geändert haben.