Marco Janck hat 27 Jahre als Polizist in Berlin gearbeitet, dann Druckertinte verkauft, wurde Freelancer, baute eine Agentur auf 20 Mitarbeitende und schrumpfte sie nach Corona auf vier. Als Freelancer sei er am glücklichsten gewesen und habe das meiste verdient. Aus 25 Jahren Selbstständigkeit zieht er eine Konsequenz für die KI-Zeit: Wer nur Content hat, geht unter. Wer wiedererkennbar ist, bleibt.
Worum es geht
- Eine Geschichte statt eines Slogans: Seine Stationen (Wetterballons mit Werbung in der Stratosphäre, ein Auftritt in der Höhle der Löwen, ein täglich gefilmter Jakobsweg, ein Ausflug in virtuelle Welten, auch die gescheiterten) geben den Leuten etwas zum Mitgehen. Heute kommen die Kunden, weil er „um die Ecke denkt“.
- Aus der Norm fallen: Visitenkarten, Firmenwagen, ein Kampfanzug auf dem Weihnachtsmarkt. Das Auffällige schafft Aufmerksamkeit, und die ist in einer Welt voller KI-Texte rarer denn je.
- Orientierung wie im Supermarkt: Du musst wissen, in welchem Regal du stehst. Wer mit dem Bauchladen läuft, wird nicht gefunden.
- Den Wert bestimmt der Kunde. Auf eine Anfrage, die ihm eigentlich zu viel war, schickte er ein Angebot über einen Retainer von 50.000 € und bekam zehn Minuten später die unterschriebene Zusage. Er sagt, er verkauft in Wahrheit Sicherheit.
- Frag erst, was du willst, dann, wie viel du verdienst. Mehr Umsatz muss nicht mehr Zufriedenheit heißen, und nicht alles muss skalieren.
- Echte Kontakte schlagen Funnels: Konferenzen, Händeschütteln, Podcast, Livestream, in dem du Menschen mit Namen ansprichst.
- Für Suchmaschinen und Sprachmodelle: Bau erkennbare Marken, Produkte und Themen, damit Maschinen dich einordnen können.
Zum Mitnehmen
Nimm dir Ruhe, um zu klären, wofür du stehst, bevor du an Taktiken denkst.
Für wen
Für Freelancer, die sichtbar werden wollen, ohne wie alle anderen zu klingen.