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7 Fehler, die Freelancer bei ihren Steuern machen (und wie du sie vermeidest)

  • Tuesday, 28 April 2026
  • 12:30–13:30 (Berlin time)
  • German
FUN / Webinar
German Marius Ciobanu
44:31

About this webinar

Ein Laptop für 2.000 € netto bringt 380 € Vorsteuer, wenn du zur Umsatzsteuer optiert hast. Als Kleinunternehmer verlierst du sie. Mit diesem Beispiel eröffnete Marius Ciobanu in einem Live-Webinar am 28. April 2026 den Katalog der sieben häufigsten Steuerfehler von Freelancern. Alle Angaben sind seine Aussagen von damals, Sätze, Grenzen und Fristen können sich seitdem geändert haben. Es ist keine Steuerberatung.

Die sieben Fehler

  1. Kein steuerlicher Fragebogen beim Finanzamt. Wer startet, meldet sich innerhalb eines Monats an, sonst drohen geschätzte Einnahmen und hohe Bescheide.
  2. Gewerbeanmeldung vergessen. Gewerbetreibende müssen sie beim Gewerbeamt erledigen, Freiberufler nicht. Wird man vom Finanzamt anders eingestuft, kommt Gewerbesteuer dazu.
  3. Kleinunternehmerregelung aus Reflex. Seit 2025 gilt eine Grenze von 25.000 € im Vorjahr und 100.000 € im laufenden Jahr. Wer im ersten Jahr mehr Umsatz erwartet und viel investiert, sollte vorher rechnen.
  4. Umsatzsteuervoranmeldung zu spät. Frist ist der 10. des Folgemonats. Der Rhythmus hängt von der Zahllast des Vorjahres ab: bei kleinen Beträgen jährlich, bis 7.500 € vierteljährlich, darüber monatlich. Für Neugründer ist die monatliche Pflicht ausgesetzt.
  5. Keine ordentliche Buchführung. Belege digital und nach Monat sortiert, statt Schuhkarton.
  6. Vorsteuer aus Gründungskosten nicht geltend gemacht. Auch ohne Umsatz lässt sie sich ziehen.
  7. Keine Steuerrücklage. Es gibt keinen automatischen Abzug. Als Faustregel nennt er 25 bis 30 Prozent des Gewinns auf ein eigenes Konto.

Aus der Fragerunde

Zu Beginn nur Ausgaben zu melden ist möglich, muss aber glaubhaft sein. Ob man zu Beginn einen Steuerberater braucht, sei eine Frage von Komplexität und Zeit. Belege fordere das Finanzamt immer seltener an, und es lohne sich, es im Zweifel anzurufen.

Für wen

Für Freelancer in den ersten Jahren und alle, die ihre Grundlagen auffrischen wollen.