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Vortrag

Resilienz als Unternehmerin in turbulenten Zeiten: Wie führt Sonja Heinrich ein Unternehmen mit tausenden MA durch die Polykrisen

  • Aufgezeichnet auf der FUN25
  • 36:56
  • Deutsch
FUN / Vortrag
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Während der Coronapandemie konnte Sonja Heinrich ihr Team auf der anderen Seite der Erde nicht besuchen, die Tochtergesellschaft in den USA mit knapp 40 festen und rund 700 externen Mitarbeitenden. Das war für sie die härteste Krise, sagt sie, und der Anker waren Transparenz und Vertrauen: in das Team, in das Produkt und in sich selbst. Im Gespräch mit Robert Schulz am 14. Mai 2025 überträgt sie, was ihr als Geschäftsführerin eines Familienunternehmens geholfen hat, auf Solo-Selbstständige. Die Sorgen, sagt sie, seien dieselben.

Worum es geht

  • Dauerkrise: Seit fünf Jahren folgt ein Thema auf das andere, von Lieferketten bis Zöllen. Ihr Rat: „Control what you can control“. Trenne Fakten von Medienlärm und frage dich, was du tatsächlich beeinflussen kannst.
  • Gedankenkarussell stoppen: Sie fragt sich nachts nach dem Worst Case und dann, was sie täte, wenn er einträte. Meist merkt sie: Das wäre nicht schön, aber machbar. Entscheidungen, die sich später als falsch erweisen, hat sie mit dem besten Wissen von damals getroffen. Im Moment fahre sowieso jeder auf Sicht.
  • Durchhalten: Krisen sind ein Marathon. Sie meditiert nicht, achtet aber darauf, nicht wochenlang 80 Stunden zu arbeiten, priorisiert und schaut weniger Nachrichten. Sie ist keine Fachfrau für psychische Gesundheit.
  • Für Freelancer: Profil nicht verwässern, ihr Schuster-bleibt-bei-seinen-Leisten. Preise nicht in Panik senken, weil sie sich nach der Krise schwer wieder anheben lassen. Netzwerke nutzen, auch das Zusammenarbeiten von Freelancern bei einem Kunden. Beim Auslandsgeschäft vorher Markt, Wettbewerb, Preise und Regeln prüfen und möglichst mit einem Bestandskunden ins Ausland gehen.
  • Vertrieb: Sie war schlecht im Telefonvertrieb und setzt darum auf den Termin. Dazu Zertifikate für Profilschärfe, regelmäßig Empfehlungen erfragen und LinkedIn-Nachrichten schreiben, die erkennen lassen, dass man sich mit ihr beschäftigt hat.

Für wen

Für Freelancer, die in unsicheren Zeiten handlungsfähig bleiben wollen.