Zurück zur Mediathek

Vortrag

Der OpenBook-Ansatz – Welchen Wert hat Transparenz?

  • Aufgezeichnet auf der FUN25
  • 37:39
  • Deutsch
FUN / Vortrag
FUN25 Timo Schmidtchen

Gute Gespräche gehen vor Ort weiter.

Triff andere Selbstständige auf der FUN27 in Berlin.

Ticket sichern

Derselbe Berater, zweimal angeboten: einmal von dir, einmal von der Konkurrenz, zwanzig Euro Unterschied pro Stunde. Solche Fälle sind für Timo Schmidtchen, Geschäftsführer eines Personaldienstleisters, der Grund, warum er offen sagt, wer der Kunde ist, welchen Satz der Berater bekommt und was beim Vermittler bleibt. Das ist der OpenBook-Ansatz, den er in seinem Vortrag als Gegenmodell zum schlechten Ruf der Branche vorstellt.

Worum es geht

  • Was OpenBook heißt: Marge, Preiskalkulation und Vertragsbedingungen liegen für Experten und Kunden offen, auch Zahlungsziele. Das soll Informationsnachteile abbauen, sodass Freelancer ihren Satz einordnen können.
  • Warum das nach seiner Darstellung wirkt: In der Befragung seines Unternehmens nannten 84 Prozent der Freelancer die Vergütung als wichtig, 63 Prozent die offene Kommunikation und 59 Prozent die gelebten Werte des Dienstleisters. Wiederkehrende Berater und Empfehlungen sieht er als Folge.
  • Zwei Praxisfälle: Passt das Kundenbudget nicht zum Wunschsatz, spricht er zuerst mit dem Kunden über Umfang und reduziert die eigene Marge bei langen Projekten, erst danach bittet er um drei bis fünf Euro. Und: Berater nie ohne Wissen und nicht doppelt vorstellen, den Kunden vorher nennen.
  • Seine Zahlen: Die durchschnittliche Nettomarge liege bei 15 € pro Stunde, bei kurzen Einsätzen etwas höher. Eine Marge über 20 Prozent hält er für unverhältnismäßig.
  • Warum nicht alle es tun: Es weicht von der Norm ab und erschwert es, Margen bei steigenden Kosten nachzuverhandeln.

Aus der Fragerunde

Ob man sich bewerben soll, wenn nicht alle Anforderungen passen: ja, denn Profile werden intern oft mehrfach umgeschrieben und passen selten zu 100 Prozent. Und wie Freelancer mehr Offenheit einfordern: indem sie fragen, wohin der Satz geht.

Für wen

Für Freelancer, die über Personaldienstleister Projekte bekommen und deren Preislogik verstehen wollen.