Aus einer geplanten Weihnachtsfeier wurde 2024 eine Konferenz: Marc Clemens und Manuel Meurer hatten über ein Fest nachgedacht, riefen Thomas Maas an, und kurz darauf saßen die drei in Berlin beim Italiener. In dieser offenen Runde am 12. Mai 2026 erzählen sie die Entstehung, beantworten Fragen aus dem Publikum und diskutieren, wie sie den Freelance-Markt sehen. Alles sind ihre Einschätzungen von damals.
Worum es geht
- Die Idee: Drei Unternehmen, die denselben Markt bedienen, organisieren zusammen eine Konferenz, um zu zeigen, dass Freelancer keine Einzelkämpfer sein müssen. Aus ihren Umfragen: Netzwerk und Vorträge zählen für die Teilnehmenden etwa gleich viel. Ein Teil kommt vor allem wegen der Motivation für das nächste Jahr.
- Was neben der Konferenz entstand: Meetups im Ausland, ein Retreat, Masterclasses mit mehrstündigen Workshops, und die Idee einer Online-Plattform mit Partnern und Speakern. Meinungen zu Formaten gehen auseinander, das Kriterium sei der Wert für die Community.
- Ist 2026 ein gutes Jahr, Freelancer zu werden? Thomas: jedes Jahr, wenn man die Selbstständigkeit in sich trägt, der Markt sei schwierig, auch für Festangestellte. Manuel: sogar das beste, weil KI alles aufwirbelt und Freelancer schneller reagieren. Marc vermutet, dass Freelancer, die KI früh nutzen, mehr verdienen.
- Der Markt: Thomas sieht nach den Einbrüchen eine Stabilisierung, getragen von Bereichen wie Verteidigung und KI. Früher kamen Anfragen von allein, heute müsse man verkaufen. Marc und Manuel hoffen, dass eine Reform bei der Scheinselbstständigkeit die Nachfrage großer Unternehmen wieder erhöht.
- Tipps: Profile und CV sind der Verkaufsprospekt, Positionierung in einer Nische statt „Java-Entwickler“. Manuel empfiehlt, jeder Bewerbung ein bis zwei kurze Kundenzitate beizulegen. Portale bleiben sinnvoll, weil Bewerbungen Kontakte anstoßen, doch man müsse überall sichtbar sein.
Aus der Fragerunde
Eine GmbH sei bei Projektanfragen meist zweitrangig, außer die Ausschreibung verlangt sie.
Für wen
Für Freelancer, die ihre eigene Lage mit der anderer vergleichen wollen.