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Vortrag

Mikropolitik & Machtspiele in Organisationen - Wie ich als Freelancer gewinnen kann

  • Aufgezeichnet auf der FUN25
  • 39:26
  • Deutsch
FUN / Vortrag
FUN25 Nick Lawitzke

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Als Freelancer wirst du oft vom Auftraggeber benutzt, um unbequeme Entscheidungen durchzudrücken, und der Hauptkunde ist trotzdem dein Einkommen. Diesen Fall brachte ein Teilnehmer in die Fragerunde von Nick Lawitzke. Der Berater mit Psychologiehintergrund erklärt in seinem Vortrag am 14. Mai 2025, was hinter Mikropolitik und Machtspielen steckt und wie man sich als Externer darin bewegt. Eine Mentimeter-Umfrage im Publikum zeigte: Rund 60 Prozent waren schon sehr häufig in Machtspiele verwickelt, die übrigen ab und zu, nur wenige nie. Eine Studie, die er zitiert, kommt für die USA auf 91 Prozent mit Erfahrung damit.

Worum es geht

  • Was Mikropolitik ist: informelles Handeln, um persönliche Ziele zu erreichen, etwa mehr Budget, Ressourcen oder Position. Es ist nach ihm nicht per se schlecht, es kann Projekte auch ermöglichen.
  • Drei Erklärungsmodelle: Mintzbergs Power Games (Allianzen, Lobbying im Vorfeld), Pfeffer (Ressourcen sichern) und French und Raven (Quellen von Macht, etwa Sichtbarkeit in Meetings und Expertise).
  • Wann es mehr wird: bei vielen unterschiedlichen Interessen, unklaren Rollen und Freigaben und in großen Unternehmen. In Konzernen mit getrennten Einheiten und eigenen Budgets gibt es mehr Machtspiele, in Start-ups weniger.
  • Ein Modell mit fünf Haltungen: vermeiden, nachgeben, durchsetzen, Kompromiss, zusammenarbeiten. Alle haben ihren Platz, Ziel ist möglichst die Zusammenarbeit.
  • Eine Fallstudie: Eine HR-Beraterin hat zwei Auftraggeber, die beide ihre Zeit wollen. Er empfiehlt, die formale Hierarchie, die informellen Beziehungen und die Rollenklärung anzuschauen und das offen anzusprechen.

Praktische Tipps

Führe zu Beginn eines Auftrags viele, auch informelle Gespräche. Sprich Rollen und Freigaben im Meeting an. Kunden schätzen das, weil Externe Dinge sagen können, die intern keiner ausspricht.

Aus der Fragerunde

Wer instrumentalisiert wird, sollte die versteckte Agenda ansprechen, eine Stakeholder-Impact-Map aufbauen und zuerst an sich selbst denken.

Für wen

Für Freelancer, die in Kundenorganisationen zwischen mehreren Interessen arbeiten.