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Vortrag

Disrupt or Die – Warum Erfolg ständige Erneuerung braucht

  • Aufgezeichnet auf der FUN25
  • 34:48
  • Deutsch
FUN / Vortrag
FUN25 Ralph Günther

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2018, nach zehn Jahren zweistelligem Wachstum, stellte sich Ralph Günther eine Frage: Reicht die gute Idee von damals, Berufshaftpflicht für Freelancer online anzubieten, auch für die nächsten zehn Jahre? Als Gründer eines Versicherungsunternehmens und davor sieben Jahre Solo-Selbstständiger erzählt er in seinem Impulsvortrag, warum er gerade dann weiterdenkt, wenn es gut läuft. Und er sagt, Disruption sei kein einmaliges Ereignis, sondern ein Prozess.

Worum es geht

  • Seine drei Schritte: erst das Geschäft online, dann ab 2018 eine einheitliche Berufshaftpflicht für Freelancer in Europa, heute in 28 Ländern, mit etwa der Hälfte des neuen Geschäfts von außerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz, zuletzt ein drittes Standbein.
  • Vier Lehren:
    • Die Grundidee zählt mehr als die Umsetzung. Spanien, wo er starten wollte, wurde eines der letzten Länder.
    • Rückschläge sind Chancen. Die Liste der Unterschiede zwischen den Ländern nannte sein Team „List of Hell“, und ihre Lösung ließ sich nicht einfach kopieren.
    • Vermeintliche Nachteile werden zu Vorteilen: Die Police auf Englisch galt erst als Kompromiss und bewährte sich dann.
    • Nicht auf die Krise warten. Die Europäisierung kostete laut ihm 3,5 bis 4 Millionen €, und im Boom war das leichter zu stemmen.
  • Eigene Gewohnheit: Wenn es besonders gut läuft, wird er unruhig. Eine Idee braucht bei ihm etwa fünf Jahre, bis sie Umsatz bringt. Freelancer seien schneller und müssten nicht so weit vorausdenken.

Aus der Fragerunde

Woher weiß ich, ob die Grundidee passt? Man weiß es nicht, aber wenn andere sich dafür begeistern lassen, ist es ein gutes Zeichen. Existiert die Idee schon? Dann trotzdem machen, wenn du es besser lösen kannst. Inspiration findet er abseits des Schreibtisches, etwa bei Offsites.

Für wen

Für Selbstständige, bei denen es gerade gut läuft und die ihr Geschäftsmodell nicht erst bei Auftragsflaute hinterfragen wollen.